Über die Rasse

Die Geschichte des Boebroel

Man ist sich icht ganz sicher wo der Boerboel seinen Ursprung hat, aber es wird geglaubt dass die Rasse auf den Holländer Jan van Riebeeck und seine Ankunft in Südafrika im 16. Jahrhundert zurückgeht. Mit sich hatte van Riebeeck einen Bullenbijter, eine heute ausgestorbene europäische Mastiffrasse. Dieser wurde mit einheimischen, südafrikanischen Rassen und Hunden anderer Migranten gekreuzt. Jedoch ist sich keiner sicher genau welche Hunde eingekreuzt wurden. Ursprünglich wurden die Hunde zum Bewachen von Vieh und Eigentum und als Jagdhunde benutzt.

Es wurden nur Boerboel in der Zucht verwendet, die den harten Aufgaben gewachsen waren. Sie mussten sich selber, ihr Besitzer und deren Eigentum vor Raubtieren wie Hyänen, Leoparden und Babianen, aber auch ungebetenen zweibeinigen Gästen schützen können.

In den 80ern wurde die Boerboel Breeders Association in Südafrika gegründet, um den Standard zu schützen und die Zukunft der Rasse sah man somit als gesichert. Heute ist der Boerboel eine beliebte Rasse, die über die gesamt Welt verbreitet ist. Auch wenn der Boerboel heute noch zum Bewachen von Vieh benutzt wird, so wird die Rasse heute hauptsächlich als Familienhund und zum Schutz verwendet.

Das Wesen

Der Boerboel hat sich zu einem liebevollen Kamarat mit einem gleichmäßigen Temperament entwickelt. Er ist lojal, stark und sehr beschützend.

Aggressives verhalten Artgenossen gegenüber ist eine unerwünschte Eigenschaft, da es ursprünglich notwendig war viele Hunde in einem Rudel atbeiten zu lassen. Da der Boerboel in erster Hand ein Wachhund ist, der seine Familie und deren Eigentum beschützen sollte, ist ein Boerboel in der Regel damit zu frieden überwiegend zu Hause zu sein, so lange er seinen natürlichen Wachinstinkt ungehindert ausleben kann. Die Rasse passt sich leicht an und lebt er nicht auf einem Gehöft mit einem großen Garten zum bewachen, so ist das kein Problem. Der Hund braucht dann aber andere Stimulanz. Die Rasse an sich neigt nicht dazu wegzulaufen oder viel zu bellen, sondern der Hund hällt sich in der Regel nahe am Revier und ist eher ruhig.

Der Boerboel ist ein großer Hund mit gut entwickelter Muskulatur am ganzen Körper und einem fließenden Bewegungsmuster – sehr imposant. An sich ist der Boerboel eher unkompliziert, aber braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe von seinem Besitzer.

Da der Boerboel eine starke und eigensinnige Rasse ist, ist es sehr wichtig schon früh viel Zeit in das Gehorsamkeitstraining zu investieren. Auf Grund des stark ausgeprägten Wach- und Schutzinstinktes ist intensives und frühes Soyialtraining stark zu empfehlen, damit der Hund als Familienhund funktioniert. Ein Boerboel, der weder fysisch noch mental stimuliert wird und nicht die Möglichkeit hat Vieh oder Eigentum zu bewachen, wird selber was zu tun finden – oftmals zum Ärger des Besitzers. Boerboelbesitzer berichten oft, dass die Rasse sehr empfindlich auf die Stimmung des Besitzers reagiert und sich dieser anpasst.

Da die Rasse intensive Sozialisierung, Erziehung und Gehorsamkeitstraining braucht ist der Boerboel nicht für unerfahrene Hundebesitzer geeignet. Kontrolliert man nicht den ausgeprägten Wachinstinkt und die mentale Stärke des Hundes, kann dies in Agressivitet umschlagen.